Nigiri
Wichtigkeit: ★★★
Verfahren, das bestimmt, wer Schwarz spielt
Das Nigiri ist das traditionelle Verfahren im Go, mit dem in einer Partie ohne Vorgabe bestimmt wird, wer die schwarzen Steine nimmt. Tief in der japanischen Kultur verwurzelt, sorgt es für Fairness und bringt zugleich Zufall ins Spiel – ähnlich wie der Münzwurf in anderen Spielen.
So funktioniert das Nigiri
- Ein Spieler nimmt eine Handvoll weißer Steine aus der Schale und legt die Hand – oder beide Hände – auf das Brett, ohne die Steine zu zeigen.
- Der zweite Spieler rät, ob die Zahl der Steine „ungerade“ oder „gerade“ ist, und legt dazu einen oder zwei schwarze Steine aufs Brett.
- Der erste Spieler öffnet die Hand und zählt nach, ob die Zahl gerade oder ungerade ist.
- Stimmt die Vermutung, nimmt der zweite Spieler Schwarz und macht den ersten Zug. Sonst spielt der erste Spieler Schwarz. Bei manchen Turnieren darf, wer richtig rät, die Farbe frei wählen, statt automatisch Schwarz zu bekommen.

Das Nigiri kommt nur in Partien ohne Vorgabe zum Einsatz. Dort ist es strategisch wichtig, wer Schwarz spielt – der erste Zug ist ein Vorteil.
Willst du mehr über das Nigiri wissen, sieh dir diese Lektion aus unserem Kurs Die Regeln des Go an.