Sen-ai-sen
Abwechselnd Schwarz (Vorgabesystem)
Sen-ai-sen bezeichnet ein heute weitgehend historisches Vorgabesystem im Go: Der schwächere Spieler nimmt in zwei von drei Partien Schwarz. Die Reihenfolge lautet Schwarz, Weiß, Schwarz. Vor der allgemeinen Einführung des Komi galt diese Form als die mildeste Vorgabe im Profibetrieb.
Das System sollte die Chancen bei Begegnungen zwischen fast gleich starken Spielern leicht ausgleichen, wenn eine volle Vorgabe zu viel gewesen wäre.
Meist kam es in Partieserien zum Einsatz. Zog ein Spieler mit vier Siegen davon, wurde die Vorgabe angepasst: Der schwächere Spieler stieg zu Tagaisen (Partien ohne Vorgabe) auf, wenn er vorn lag, oder zu Josen (dauerhaft Schwarz für den Schwächeren) ab, wenn er zurücklag.