Komi
Wichtigkeit: ★★★
Ausgleichspunkte oder Vorgabepunkte
Komi ist im Go die feste Punktzahl, die Weiß bekommt, um den Vorteil des ersten Zuges von Schwarz auszugleichen. Diese Regel sorgt im Wettkampf für faire Bedingungen, besonders in Partien auf Augenhöhe.
Die Geschichte des Komi
Früher wurde oft ganz ohne Komi gespielt. Mit der Zeit zeigte sich aber, dass der Vorteil des ersten Zuges von Schwarz das Ergebnis deutlich beeinflusst.
Erstmals ausprobiert wurde das Komi in Japan Anfang des 20. Jahrhunderts – als Teil der Bemühungen, das Spiel gerechter zu machen.

In den 1940er-Jahren begannen offizielle Turniere mit verschiedenen Komi-Werten zu experimentieren, und Mitte des 20. Jahrhunderts setzte sich das Komi international durch. Die frühen Werte lagen zwischen 4,5 und 5,5 Punkten – das Verständnis für das Gleichgewicht wuchs erst allmählich. Mit dem Wettkampfspiel entwickelte sich auch das Komi zum festen Bestandteil moderner Regelwerke: Es schafft Fairness und vertieft die Strategie.
Das Komi im heutigen Go
Heute hängt der Wert des Komi vom Regelwerk ab, liegt in modernen Partien aber meist zwischen 6,5 und 7,5 Punkten. Nach japanischen Regeln sind 6,5 Punkte üblich, nach chinesischen 7,5. Der halbe Punkt verhindert ein Unentschieden und sorgt für eine klare Entscheidung.
In Partien mit Vorgabe für Schwarz – also mit zusätzlichen Steinen – wird das Komi oft auf 0,5 Punkte gesenkt oder ganz gestrichen, weil sich die Verhältnisse ändern.