Korigatachi
Überkonzentrierte Form
Korigatachi beschreibt eine Stellung, in der eine Gruppe zu dicht und zu gedrängt steht – gemessen daran, was sie auf dem Brett tatsächlich einbringt. Solche Formen sind zwar oft stark und sicher, nutzen Raum und Einfluss aber schlecht und beschneiden so die eigenen Möglichkeiten. Überkonzentration gilt als feinere und schädlichere Ineffizienz als eine zu dünne Stellung, weil sie sich später kaum noch beheben lässt.
Der Begriff kommt vom japanischen Verb koru, das „erstarren“, „gerinnen“ oder „sich verrennen“ bedeuten kann. Diese Herkunft betont, wie starr und unbeweglich die Form ist. Korigatachi kommt in fast jeder Diskussion über Formeffizienz vor und gehört zu den Schlüsselbegriffen, die über Tewari eingeführt werden – eine Methode, Stellungen zu bewerten, indem man die Zugreihenfolge gedanklich umstellt.