Byoyomi
Wichtigkeit: ★★★
Nachbedenkzeit oder Countdown-Phase
Byoyomi ist im Go die Nachbedenkzeit, die beginnt, sobald ein Spieler seine Hauptbedenkzeit aufgebraucht hat.
- Ist die Hauptbedenkzeit aufgebraucht, geht es ins Byoyomi: Pro Zug steht dann eine feste Zahl von Sekunden zur Verfügung, etwa 30 oder 60.
- Überschreitest du diese Zeit bei einem Zug, verfällt eine deiner Byoyomi-Perioden.
- Sind alle Perioden verbraucht, ist die Partie durch Zeitüberschreitung verloren.
Byoyomi hält die Partie in gleichmäßigem Tempo und bleibt dabei fair: Jeder muss Schnelligkeit gegen Genauigkeit abwägen.
Die wichtigsten Byoyomi-Arten
- Standard-Byoyomi: Jeder Spieler bekommt eine feste Zahl von Perioden, etwa fünf Perioden zu 30 Sekunden. Verbrauchst du die vollen 30 Sekunden für deinen Zug, ist eine Periode weg.
- Fischer-Byoyomi: Eine seltenere Variante, bei der nach jedem Zug etwas Zeit auf die Uhr zurückkommt.
- Kanadisches Byoyomi: Du musst eine bestimmte Zahl von Zügen – etwa 20 – in einem größeren Zeitblock schaffen, zum Beispiel in fünf Minuten. Auf dem Pandanet Internet Go Server ist das die Voreinstellung.

Auf Go-Servern im Netz läuft das Byoyomi vollautomatisch: Das System misst nicht nur die Zeit, sondern zählt die Sekunden per Ton oder Stimme herunter, damit du immer weißt, wie viel dir bleibt. Bei den meisten Turnieren vor Ort übernehmen spezielle Uhren das Byoyomi – ganz unkompliziert.
Bei Profiturnieren übernimmt statt einer Uhr ein eigener Zeitnehmer das Byoyomi. Er ruft die Sekunden aus und behält die Restzeit im Blick, damit alles fair und genau bleibt. Das gibt Partien, bei denen viel auf dem Spiel steht, eine traditionelle, menschliche Note.