Goishi
Go-Steine
Go-Steine, mit denen gespielt wird, gibt es in zwei Hauptformen: bikonvex (in Japan und Korea) und einseitig konvex bzw. mit flacher Unterseite (in China). Hergestellt werden sie aus ganz unterschiedlichen Materialien, jedes mit eigenem Griff und eigener Optik. Kurios: Schwarze Steine sind etwas größer als weiße, weil Schwarz optisch kleiner wirkt – so fühlt sich das Spiel ausgewogen an.
Die Standardmaße liegen bei 21,9 mm für weiße und 22,2 mm für schwarze Steine, die Steindicke reicht meist von 4 mm bis 10 mm.
Material und Handwerk
Traditionelle japanische Go-Steine sind hoch geschätzt und werden aus Naturmaterialien gefertigt: schwarze aus Schiefer, weiße aus Muschelschalen. Die Schalen stammen meist von Arten wie Meretrix lusoria (Hamaguri) oder Tridacna gigas, wobei Letztere heute vom Aussterben bedroht ist – hochwertige Muschelsteine werden dadurch immer seltener.

Heute sind Glassteine die häufigste Wahl: bezahlbar, haltbar und angenehm in der Hand. Kunststoffsteine sind leicht und günstig und damit ideal für den Einstieg, auch wenn ihnen Gewicht und Eleganz der traditionellen Materialien fehlen. Hochwertige Sets kommen in Keramik oder sogar in Edelsteinen wie Jade oder Quarz – vor allem in China, wo Yunzi-Steine (云子) mit flacher Unterseite beliebt sind.
Bei Turnieren auf hohem Niveau kommen oft die traditionellen Steine aus Schiefer und Muschel zum Einsatz, geschätzt für ihre Schönheit und Verarbeitung. Für den Alltag sind Glassteine erste Wahl, weil sie haltbar und günstig sind. Kunststoff- und Keramiksteine findet man vor allem bei Anfängern und Gelegenheitsspielern.
Moderne Go-Steine gibt es zwar in vielen Farben, im Wettkampf bleibt es aber beim klassischen Schwarz-Weiß – zeitlos elegant.