Kakari
Wichtigkeit: ★☆☆
Eckannäherung
Kakari ist der Annäherungszug gegen einen gegnerischen Eckstein. Er stört den Anspruch des Gegners auf die Ecke und entwickelt zugleich den eigenen Einfluss. „Kakari“ heißt auf Japanisch so viel wie „hängen“ oder „anlegen“ – man geht an das Eckgebilde des Gegners heran und tritt mit ihm in Kontakt.
Die Hauptaufgabe von Kakari: Der Gegner soll die Ecke nicht bequem mit einem Shimari abschließen. Je nach Stellung und Plan stehen verschiedene Kakari zur Wahl:
- Tiefe Annäherung über einen Punkt (Keima-Kakari) – Hält Festigkeit und Flexibilität in Balance.
- Hohe Annäherung über einen Punkt – Zielt auf Einfluss nach außen statt auf eine Basis.
- Tiefe Annäherung über zwei Punkte (Ogeima-Kakari) – Baut Einfluss aus und bleibt verbunden.
- Hohe Annäherung über zwei Punkte – Lädt zum Kampf ein und setzt auf die Mitte.
Ein gut gesetztes Kakari führt oft in komplizierte Varianten, meist in Joseki, in denen beide Seiten Gebiet, Einfluss und Festigkeit in der Ecke aushandeln.
Mehr über Annäherungen an die Ecke zeigt die Lektion Was, wenn der Gegner zuerst angreift? aus unserem 19×19-Kurs.